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Das 12. Prager Theaterfestival: Von Marx bis Nestroy

Das in diesem Jahr zum zwölften Mal stattfindende Prager Theaterfestival deutscher Sprache hat sich nicht nur einen festen Platz im Prager Veranstaltungskalender erobert, sondern ist mittlerweile ein mit Spannung erwartetes kulturelles Saisonhighlight.

Nachdem im vergangenen Jahr vor allem die beiden großartigen Shakespeare-Inszenierungen – „Macbeth“ in der Regie von Jürgen Gosch und Matthias Hartmanns Zürcher „Othello“ – Maßstäbe gesetzt haben, konnten auch dieses Jahr wieder vielversprechende Inszenierungen gewonnen werden.
Den Beginn macht der Festivalgründer selbst: Pavel Kohouts „Eine kleine Machtmusik“ wird am 8. November im Nationaltheater uraufgeführt.

Ursprünglich ein Auftragswerk des Wiener Mozartjahrs 2006, erlebt das Stück nun seine Premiere in tschechischer Übersetzung. Kohout lässt in diesem tragikomischen „Schicksalskabarett“ die geteilte Welt der 60er, 70er und 80er Jahre wieder auferstehen.

Gleich einen Tag darauf, am 9. November, folgt in der Laterna Magika  der erste Höhepunkt des diesjährigen Programms. Denn „Rimini Protokoll“, so der Name des Theaterprojektes, das in Prag das Stück „Karl Marx: Das Kapital, 1. Teil“ präsentiert, ist derzeit in aller Munde. Hinter dem Label verbergen sich die drei Autoren Helgard Haug, Daniel Wetzel und Stefan Kaegi. Sie gelten als Begründer und Protagonisten eines neuen „Reality-Trends“.
In ihren Stücken treten weder Laien noch Schauspieler sondern „Experten der Wirklichkeit“ auf. Im vorliegenden Fall werden also Experten ihre verschiedenen „Kapital-Perspektiven“ zu einem traurig-lustig-ironischen Kaleidoskop zusammensetzen.

Quelle:
http://www.pragerzeitung.cz/?c_id=10996

November 5, 2007 - Verfasst von wiramtheater | Aufführungen, Bühne, Darstellende Kunst, Festival, Schauspiel, Theater, Theaterfestival | , , , , , , | Keine Kommentare

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